logo im Lauertal

Krankensalbung

Alle Sakramente sind Ausdruck der Nähe Gottes zum Menschen. Insbesondere in Zeiten von Krankheit und Gebrechlichkeit ist der Mensch eingeladen, der Liebe und Zuneigung Gottes zu vertrauen, sich ihm anzuvertrauen. Durch eine Fehlentwicklung in der Kirchengeschichte war das „Sakrament der Krankensalbung“, wie es seit dem 2. Vatikanischen Konzil (1963-1965) genannt wird, zur „Letzten Ölung“ verkommen, die kurz vor dem Sterben gespendet wurde. Das Konzil und die Liturgiereform haben diesem Sakrament wieder den ursprüng­lichen Stellenwert zuerkannt: Seit den Zeiten des Neuen Testaments wird dem kranken, beeinträchtigten Menschen Zuspruch und Stärkung durch Gebet und Salbung vermittelt (vgl. Jak 5,14-15: „Ist einer von euch krank, dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.“) Daher ist es nicht auf einmaligen Empfang ausgerichtet und wird vielerorts auch in Krankensalbungsgottesdiensten denen, die es gerne empfangen möchten, gespendet - auf Wunsch von einem priesterlichen Seelsorger (weil damit auch das Sakrament der Buße und Versöhnung verbunden sein könnte) aber auch daheim oder im Krankenhaus. Jesus selbst hat immer den ganzen Menschen im Blick gehabt - die Heilungsbedürftig­keit und Gebrechen an Leib und Seele.

­