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Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt, Halleluja“ – dieser Kehrvers aus dem wunderschönen Weihnachtspsalm, im Gotteslob Nr. 757,1, abgeleitet von Jesaja 9,5, macht mit wenigen Worten deutlich, was in der Heiligen Nacht vor über 2.000 Jahren geschehen ist und auch immer noch passiert.

Gott selbst ist zu uns auf die Erde gekommen, mitten unter uns Menschen. Aber eben nicht, wie man es von unserem allmächtigen Schöpfer vielleicht erwarten würde, mit großem Krawall, mit Blitz und Donner ist er zu uns gekommen, auch nicht als „Halbgott“, der gegen mögliche Verletzungen usw. resistent wäre. Nein, Gott schenkt sich uns ganz als Mensch, der vollkommen nackt, hilflos und verletzlich in unsere Welt hineingeboren wird. Er wird auch nicht als Königssohn geboren, sondern kommt mitten in der bürgerlichen Gesellschaft unter ganz normalen Menschen zur Welt.

Denn nur so ist es möglich, dass er auch unsere Schwächen, unsere Ängste und Zweifel, aber auch unsere Freude und unser menschliches Miteinander, wirklich kennen lernen kann. Doch nach der schlichten und sachlichen Geburtsverkündigung, folgt im Kehrvers der „Halleluja“ - Jubelruf, der uns dann schlagartig deutlich macht, dass es eben nicht nur ein gewöhnliches Kind ist, das geboren wird, sondern dass Gott selbst, in dieser hochheiligen Nacht zu uns kommt, um uns Menschen Hoffnung zu schenken und uns zu erretten.

Aber auch damals war es nicht ganz leicht, Gott in dem kleinen Jesuskindlein wirklich zu erkennen. Es waren ganz besondere Menschen, die hier ein Gespür für ihn hatten und bereits jetzt, seine Gotteskindschaft erkannten. Aber auch hier waren es nicht die Menschen, die im öffentlichen Leben standen, die Berühmten, die Mächtigen und die Reichen, die vermutlich so sehr mit sich und ihrem Ansehen beschäftigt waren, dass sie durch diese, eigene Blindheit, gar nicht wahrgenommen haben, wer da wirklich auf die Welt gekommen ist. Nein, es waren jene Menschen, deren Herz offen war. Die bereit waren, sich auf neue Dinge einzulassen. Die ihren Mitmenschen mit dem nötigen Respekt, offen und ehrlich begegnete. Denen es wichtig war, einmal hinzuhören, nachzuspüren um den Ruf Gottes, in ihrem Leben zu erkennen. So hat sich ihnen auch Gott, relativ früh geoffenbart.

Liebe Mitchristen, so wünschen wir Ihnen und Ihren Familien ein frohes, gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest.

Herzlichst, ihre Seelsorger

Diakon Jochen Lauterwald, Gemeindereferent Bernd Keller, Pfarrer Peter Rüb

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